Ein Hund döst auf der Decke, Licht fällt durch hohe Fenster, und irgendwo dazwischen tanzt Anna Laudere schon in Gedanken weiter. Zwischen Papier, Musik und Erinnerungen zeigt die Erste Solistin des Hamburg Ballett, wie man ein Leben führt, das ganz und gar Kunst ist. Das Kostüm aus Die Kameliendame hängt noch unsichtbar in der Luft, strahlend und glitzernd, erst gestern Abend schwebte sie in den schönsten Kleidern als Marguerite Gautier über die Bühne der Hamburger Staatsoper. Jetzt sitzt Anna Laudere im Trainingsraum des Ballettzentrum Hamburg John Neumeier in Hamm, in lila Leggings, gestreiftem Shirt, zartrosa Aufwärmstiefeln, unaufgeregt und natürlich. Die eine Wand verspiegelt, das Licht breit und kühl, dahinter zeigt das Wandgemälde Orpheus mit den Tieren von Anita Rée …












